Blausteiner Privattheater-Festival: Ein großer Publikumserfolg

Mit Friedrich Schillers Klassiker „Wilhelm Tell“ und einer Podiumsdiskussion ist das 12. Festival Baden-Württembergischer Privattheater am Sonntag in Blaustein zu Ende gegangen.
Wie Wolfgang Schukraft, Leiter der gastgebenden Theaterei Herrlingen, mitteilt, haben in den vergangenen zwei Wochen rund 2000 Besucher die Eröffnungsgala und die 16 Aufführungen von 14 Bühnen aus ganz Baden-Württemberg gesehen. Das bedeute fast eine Verdoppelung gegenüber der Besucherzahl des letzten Privattheater-Festivals vor zwei Jahren in Freiburg.

Das außergewöhnliche Publikumsinteresse am Blausteiner Festival zeigte sich insbesondere auch daran, dass etwa 30 Prozent der Besucher mindestens fünf Aufführungen gebucht hatten. Wolfgang Schukraft und seine Kollegen Edzard Schoppmann vom BAAL novo Theater Eurodistrict (Offenburg) und Ralf Rainer Reimann vom akademietheater ulm waren sich in der Diskussion einig, dass die durchweg hohe Qualität der Aufführungen und das abwechslungsreiche Programm ausschlaggebend für den guten Besuch waren. Reimann zeigte sich zudem von der Professionalität in der Vorbereitung des Festivals und bei den Aufführungen beeindruckt. Lob gab es aber auch für die Blausteiner Stadtverwaltung, deren Ermunterung, so Schukraft, seine Entscheidung, das Festival zu organisieren, sehr erleichtert habe. Bei dem Resümee-Gespräch in der Theaterei gingen die drei Theaterleiter, die Schauspielerin Celia Endlicher und der Zuschauer Manfred Hilsenbeck, der sämtliche Aufführungen des Festivals gesehen hatte, unter der Moderation des Schriftstellers Florian L. Arnold der Frage nach, was von diesen Theatertagen bleiben wird. Dabei kamen sie unter anderem zu dem Ergebnis, dass für das Publikum der Ulmer Region jetzt auch andere baden-württembergische Privattheater „Namen und Gesichter“ bekommen haben, was manchen Theaterfreund dazu animieren werde, sich künftig mehr als bisher auch über die Angebote der übrigen Privattheater des Landes zu informieren und dort Aufführungen zu besuchen. Für die teilnehmenden Bühnen selbst seien aber auch die Begegnungen und der freundschaftliche Kontakt mit den Kollegen eine gute und wichtige Erfahrung gewesen, die sicher dazu führen werde, dass es häufiger zu gegenseitigen Gastspiel-Einladungen kommt.
Nicht zuletzt aber zeigte sich die Gesprächsrunde zuversichtlich, dass der Erfolg eines solchen Festivals dem Ansehen der Institution Privattheater insgesamt, auch bei den staatlichen Stellen bis hinauf ins zuständige Ministerium, besonders förderlich sein kann.

 

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